Historie

Wo aus Geschichte Zukunft wird

1856: Genau zwischen den Gemeinden Herne und Holsterhausen befindet sich der Hof Sengenhoff – einer von vielen landwirtschaftlichen Betrieben in einer Region, die später einmal „Ruhrgebiet“ heißen wird. Schon damals hatte man an diesem Ort vor allem die Zukunft im Blick: Erste Kohlebohrungen auf dem Grundstück verhießen reiche Vorkommen des „schwarzen Golds“, Motor des Fortschritts und der industriellen Entwicklung.

© Stadtarchiv Herne

Und schon damals wurde genau hier Pionierarbeit geleistet: Denn der irische Unternehmer William Thomas Mulvany erwarb das Areal und begann im März 1857 mit dem „Teufen“ des ersten Schachts, dem 1860 der zweite folgte. Dabei setzte er erstmals in Deutschland gusseiserne Tübbings (vorgefertigte Tunnelwandringe) ein, um den Schacht gegen wasserführende Schichten abzudichten.

Historie William Thomas Mulvany 010 Julius Cornelius Schaarwächter

© Julius Cornelius Schaarwächter

Eine bahnbrechende Innovation, weshalb er zurecht als Pionier des Bergbaus gilt. Auch der Name der hier von ihm begründeten Zeche Shamrock (engl. für „Kleeblatt“) geht auf Mulvany zurück. Erst nach seinem Tod wurden einige Kilometer weiter die Schächte 3 & 4 der Zeche Shamrock erschlossen, die 1967 in der Zeche „General Blumenthal XI“ aufgingen. Hier wurde noch ein knappes Vierteljahrhundert lang Steinkohle gefördert – bis zur endgültigen Stilllegung im Jahr 2001.

© Bildarchiv Herne

Damit ist auf dem ehemaligen Zechengelände der Weg frei geworden für ein weiteres Projekt, das der Gestaltung von Zukunft gewidmet ist: Blumenthal hoch3. Als nachhaltiges Innovationsquartier soll es Ideen fördern und Menschen anziehen, die sich im Sinne Mulvanys ebenfalls als Pioniere verstehen – und vielleicht genau hier bahnbrechende Lösungen entwickeln, die ebenfalls zu „Motoren des Fortschritts“ werden.

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