Natur und Nachhaltigkeit

Mensch und Natur im Einklang

In einem dicht besiedelten Lebens- und Wirtschaftsraum wie dem Ruhrgebiet sind gewerblich nutzbare Flächen rar. Doch auch urbane Natur- und Freiräume sind angesichts zunehmender Klimaveränderungen unverzichtbar. Dass sich beides hervorragend miteinander vereinbaren lässt, zeigt die Flächenplanung für Blumenthal hoch3. Für diesen ganzheitlichen Ansatz wird der Rahmenplan bei der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zur Vorzertifizierung eingereicht. Als unabhängiger, gemeinnütziger Verein ist die DGNB einer der führenden Akteure für nachhaltiges Bauen in Europa. Ihre Zertifizierung gilt international als Maßstab für ganzheitliche Nachhaltigkeit bei Bau- und Quartiersprojekten. 

Zurück zur Natur

Seit dem Abriss der Gebäude auf dem ehemaligen Zechengelände wurde ein Teil des Areals von der Natur zurückerobert. Ein weitläufiger Grünraum ist entstanden, der von einigen Baumbeständen flankiert wird. Mit der Kreuzkröte hat sich hier sogar eine geschützte Tierart angesiedelt – kein Wunder, denn auf kargen und kiesigen Flächen fühlt sie sich wohl. Im Rahmen der Flächenentwicklung werden sowohl auf dem Gelände als auch außerhalb qualitätsvolle Habitate für die Tiere geschaffen.

Arbeiten und Leben im Grünen

Dieser wertvolle Naturraum soll in Zukunft weitgehend erhalten bleiben: Auch nach der Entwicklung wird der Grünanteil auf dem Areal bei rund 60 Prozent liegen. Für die Bebauung werden auf dem insgesamt etwa 23,5 ha großen Areal also nur etwa 11 ha genutzt. Auf dieser Fläche sind drei Teilareale geplant, die in den weitläufigen Grünraum eingebettet sind.

Grüne Oase

Das Herzstück des Geländes ist der Blumenthal-Park. Er soll geschützten Tierarten einen Lebensraum bieten und gleichzeitig als stadtnaher Erholungsort dienen. Auch Aktivitätszonen für Sport und Freizeit sowie Begegnungsorte sind geplant. Grün- und Freiraumschneisen mit Fuß- und Radwegen verbinden die unterschiedlichen Bereiche des Areals miteinander und sorgen für eine gute Anbindung an die Umgebung.

Klimaresiliente Bebauung

Auch die geplanten Baubereiche sind in das nachhaltige Gesamtkonzept eingebunden. So wird die Bebauung durch Elemente einer klima- und wassersensiblen Stadtgestaltung geprägt: Gründächer, Fassadengrün und Baumpflanzungen tragen zu einem ausgeglichenen Mikroklima bei, genau wie die helle Oberflächengestaltung des bebauten Areals. Auch Flächen für das Urban Gardening sind vorgesehen, während die Gebäude sich durch ein tierfreundliches Design auszeichnen (z. B. durch integrierte Fledermausquartiere und Nistkästen) und mit erneuerbarer Energie versorgt werden.

Nachhaltige Mobilität

Abgerundet wird die umwelt- und klimafreundliche Flächenentwicklung durch ein integriertes Mobilitätskonzept.

Es werden eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt, damit Blumenthal hoch3 zu einem städtebaulichen Modellprojekt wird, das Wege zur nachhaltigen Urbanität von morgen aufzeigt.

Und was ist nun mit der Kreuzkröte?

Im Blumenthal-Park wird es einen ruhigeren Bereich geben, der ausreichend Raum und störungsfreie Zonen für die Kreuzkröte bietet und durch Umweltbildung begleitet wird. Darüber hinaus wird ein Teil der Krötenpopulation in externe Ersatzhabitate umgesiedelt. All diese Maßnahmen erfolgen in Abstimmung mit Naturschutzbehörden und gemäß den Regeln des Bundesnaturschutzgesetzes.

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