Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche General Blumenthal XI ist in den vergangenen Jahren eine Brachfläche entstanden, die sich über rund 23,5 Hektar erstreckt – was einer Größe von etwa 35 Fußballfeldern entspricht. Damit stellt das Areal die größte zusammenhängende Flächenreserve der Stadt Herne dar – und bietet großes Potenzial für eine zukunftsgerichtete Stadt- und Wirtschaftsentwicklung in zentraler Lage.
Das angrenzende, rund 2,5 Hektar große Gelände des stillgelegten Kraftwerks Shamrock könnte das Plangebiet langfristig erweitern. Dies wird ab Mitte 2026 im Rahmen einer Machbarkeitsstudie geprüft.
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Mehr InformationenIn den kommenden Jahren soll auf dem ehemaligen Bergwerksgelände ein nachhaltiges Hightech/Greentech-Quartier mit wissens- und technologieorientierten Dienstleistungen und bis zu 4.000 Arbeitsplätzen entstehen – Blumenthal hoch3. Dabei werden Bebauung und Freiräume in einem ausgeglichenen Verhältnis zueinander stehen: Rund 60 Prozent des Areals wird aus Frei- und Grünflächen sowie kleineren Waldbeständen bestehen, die größtenteils erhalten bleiben. Mit dem Blumenthal-Park ist eine grüne Oase geplant, die geschützten Tierarten einen Lebensraum bietet und gleichzeitig als stadtnaher Freizeit- und Erholungsort dient.
Ein lebendiges Zukunftsprojekt, das Herne viele Chancen bietet: als Standort für innovative Unternehmen, die neue Arbeitsplätze schaffen – und als Natur- und Erholungsraum für die Bürger*innen.
Wie die Entwicklung des Areals im Detail aussehen wird, steht noch nicht endgültig fest. Es gibt aber bereits eine Konzeptstudie, in der man die mögliche Gestaltung des Innovationsquartiers gut erkennt. Sie dient als Grundlage für den städtebaulichen Rahmenplan, der derzeit noch erarbeitet wird und die konkrete Nutzung aufzeigt.
Der städtebauliche Rahmenplan bildet die Grundlage für die zukünftige Entwicklung von Blumenthal hoch3. In mehreren Phasen werden dabei wichtige fachliche, ökologische und städtebauliche Aspekte zusammengeführt und unter Beteiligung von Politik, Fachleuten sowie Bürger*innen weiterentwickelt. So entsteht Schritt für Schritt ein tragfähiges Konzept für das zukünftige Innovationsquartier. Unser Film erklärt anschaulich, wie die Rahmenplanung abläuft und welche Schritte auf dem Weg zur Entwicklung von Blumenthal hoch3 durchgeführt werden müssen.
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Mehr InformationenBevor das ehemalige Bergwerksgelände der Zeche Blumenthal XI für die städtebauliche Entwicklung genutzt werden kann, muss sichergestellt werden, dass keine bergbaubedingten Gefahren mehr bestehen – beispielsweise durch Schadstoffe im Erdreich. Hierfür wird ein durch das Bundesberggesetz vorgeschriebenes Abschlussbetriebsplanverfahren (ABP-Verfahren) durchgeführt, bevor das Gelände durch eine gründliche Sanierung wieder nutzbar gemacht wird. Erst dann kann das Areal baulich neu erschlossen werden.
| 2001 | Endgültige Stilllegung des Bergwerks |
| 2013 | Weitgehende Stilllegung des Kraftwerks Shamrock |
| 2019 | Erste Projektskizzen für die Flächenentwicklung |
| 2020 | Grundsatzbeschluss des Stadtrats zur Standortentwicklung |
| 2022 | Empfehlungen für die Flächenentwicklung durch den Kommunalen Entwicklungsbeirat (KEB) als Pilotprojekt der Bürgerbeteiligung |
| 2023 | Erarbeitung einer Konzeptstudie durch AS + P |
| 2024 | Beschluss der Konzeptstudien-Ergebnisse durch den Rat der Stadt Herne |
| 2024 | Beurkundung Kaufvertrag für das Blumenthal-Areal |
| 2024 | Zuwendungsbescheid des 5-Standorte-Programms* für die Entwicklungsstrategie Blumenthal |
| ab 2024 | Erstellung notwendiger Gutachten und Konzepte |
| ab 2025 | Entwicklung eines konkreten Rahmenplans auf Basis notwendiger Gutachten |
| ab 2027 | Start des Bauleitplanverfahrens zur Aufstellung des Bebauungsplans |
| ab 2027 | Beginn der Vermarktung |
| ab 2028 | Abschluss des Abschlussbetriebsplanverfahrens und Entlassung aus der Bergaufsicht |
| ab 2028 | Baureifmachung und Erschließung der Fläche |
| ab 2029 | Errichtung von Gebäuden und Gestaltung von Grünflächen |
| ab 2030 | Errichtung der Seilbahn |
*Das 5-Standorte-Programm ist ein Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Investitionsgesetzes Kohleregionen. Es unterstützt die fünf besonders vom Kohleausstieg betroffenen Standorte Herne, Gelsenkirchen, Duisburg, Hamm und den Kreis Unna mit bis zu 662 Mio. Euro aus Bundesmitteln sowie einer flankierenden Förderung durch das Land NRW. Ziele sind die Stärkung von Innovation, Klimaschutz und Nachhaltigkeit, die Entwicklung attraktiver Wirtschaftsflächen und die Schaffung gut bezahlter Arbeitsplätze.
Die Flächenentwicklung auf dem ehemaligen Zechengelände ist eine ebenso lohnende wie große Aufgabe, die sich über mehrere Jahre erstrecken wird. Deshalb wurde für die Realisierung dieses bedeutenden Zukunftsprojekts die Blumenthal-Entwicklungsgesellschaft Herne (BEG) gegründet. Als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadtentwicklungs-gesellschaft Herne (SEG) ist sie für die Planung der zukünftigen Flächennutzung, den Flächenerwerb, die Bodenaufbereitung, die Erschließung sowie die Vermarktung der baureifen Grundstücke zuständig.
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